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Buchtipps

Auf einer Eisenbahnfahrt durch die endlose Steppe Kasachstans lernt der Erzähler einen virtuosen Geiger kennen, dessen großartiges Spiel ihn zutiefst berührt. Er schätzt den Knaben auf zehn oder zwölf, doch tatsächlich ist der Musiker 27 Jahre alt. Die lange Zugreise bietet genug Zeit, in der Erjan seine Lebensgeschichte erzählt: Aufgewachsen mit Eltern und Großeltern in der kasachischen Steppe, verliebt er sich in Aysulu, doch seine Welt zerbricht, als er durch die Auswirkungen sowjetischer Atomtests aufhört zu wachsen.

Gleich zu Beginn die Warnung: Dieser Roman hat eine Wucht und entwickelt zugleich einen solch' erzählerischen Sog, dass ich mich nach der letzten Seite einige Tage davon erholen musste. Wohl auch deshalb, weil das, was hier erzählt wird, so bestürzend gegenwärtig ist: In Europa brennen die Wälder, Hitze und Dürre plagen Natur und Mensch, das Wasser ist knapp.

Es ist Sommer und sehr heiß im einzigen FRAUENfreibad Deutschlands. Dort badet frau oben ohne, im Bikini, im Badeanzug oder Burkini. Jede folgt dabei anderen Regeln. Das führt immer wieder zu Reibereien, die von der überforderten Bademeisterin geschlichtet werden müssen. Als dann auch noch eine Gruppe komplett verhüllter Frauen das Frauenfreibad begeistert für sich entdeckt, fliegen buchstäblich die Fetzen: Wem gehört das Bad und wer bestimmt die Regeln? Wem gehört der weibliche Körper? Und wann ist dann überhaupt eine Frau eine Frau?

Alinas Leben steht Kopf: Vor einem Jahr hat sie sich noch auf einen Workshop an der American Ballett School vorbereitet, aber dann hat ein Unfall ihren Träumen voneiner Karriere als Tänzerin ein Ende gesetzt. Um ihrer Freundin Margot einen Gefallen zu tun, bewirbt sie sich dennoch auf die Teilnahme beim Schulmusical und bekommt zu ihrer eigenen Überraschung eine wichtige Rolle. Ihr Gegenspieler auf der Bühne ist Jude, der sie langsam aus ihrem Zorn und ihrer Einsamkeit befreit.

Obwohl Wilbur erst 14 Jahre alt ist, hat er schon mit vielen Problemen zu kämpfen. Deshalb lebt er mit der Einstellung: „Unsichtbar sein. Kopf runter. Mund zu.“ Glücklicherweise hat er seine beiden Mütter und seinen besten Freund Sal, die ihm immer beistehen. Doch diese Einstellung muss er gezwungenermaßen über Bord werfen, als er bei einem Schüleraustausch das perfekte Mädchen Charlotte kennenlernt. Zusammen mit seinen Freunden setzt er sich das Ziel, Charlotte zu gefallen. Aber dafür muss er erstmal lernen, sich selbst zu mögen. Doch ist Willbur dieser Aufgabe gewachsen?

Der Ich-Erzähler, ein seit dem frühen Tod seiner Frau alleinerziehender Vater, hat sich um seine beiden Söhne so gut wie möglich gekümmert, und glaubt, sie zu ordentlichen Menschen erzogen zu haben. 

Iglhaut - so heißt die Hauptfigur in diesem Roman - betreibt im Hinterhof eines Münchener Miethauses ihre Schreinerwerkstatt.  Ihr Name könnte gar nicht besser passen, denn Iglhaut ist eine, die nicht leicht zu haben ist. Und doch erliegt man ihrem raubastigen Charme sofort. Sie kämpft mit wechselnden Launen und chronischen Geldproblemen, mit schlechten Backenzähnen und Ex-Liebhabern.

Ulm, im Mai 1932: Mit nicht viel mehr als etwas Proviant und dem kühnen Plan, nach Zypern zu paddeln, lässt Oskar Speck sein Faltboot zu Wasser. In sechs Monaten will er zurück sein. Aber alles kommt anders. Gepackt von sportlichem Ehrgeiz, begleitet von Jazzmusik und Mark Twains weisem Witz, gejagt von den Nationalsozialisten, die aus dem Faltbootfahrer einen deutschen Helden machen wollen, fährt der schweigsame Einzelgänger von Zypern aus immer weiter in die Welt. Ohne Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Gili, die sich, wie er, den Widrigkeiten der Zeit entgegenstellen muss.

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