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Buchtipps

Der Ich-Erzähler, ein seit dem frühen Tod seiner Frau alleinerziehender Vater, hat sich um seine beiden Söhne so gut wie möglich gekümmert, und glaubt, sie zu ordentlichen Menschen erzogen zu haben. 

Iglhaut - so heißt die Hauptfigur in diesem Roman - betreibt im Hinterhof eines Münchener Miethauses ihre Schreinerwerkstatt.  Ihr Name könnte gar nicht besser passen, denn Iglhaut ist eine, die nicht leicht zu haben ist. Und doch erliegt man ihrem raubastigen Charme sofort. Sie kämpft mit wechselnden Launen und chronischen Geldproblemen, mit schlechten Backenzähnen und Ex-Liebhabern.

Ulm, im Mai 1932: Mit nicht viel mehr als etwas Proviant und dem kühnen Plan, nach Zypern zu paddeln, lässt Oskar Speck sein Faltboot zu Wasser. In sechs Monaten will er zurück sein. Aber alles kommt anders. Gepackt von sportlichem Ehrgeiz, begleitet von Jazzmusik und Mark Twains weisem Witz, gejagt von den Nationalsozialisten, die aus dem Faltbootfahrer einen deutschen Helden machen wollen, fährt der schweigsame Einzelgänger von Zypern aus immer weiter in die Welt. Ohne Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Gili, die sich, wie er, den Widrigkeiten der Zeit entgegenstellen muss.

Das titelgebende Vorkommnis ereignet sich gleich auf der ersten Seite: Eine Autorin liest in einer norddeutschen Stadt aus ihrem neuen Roman vor. Im Anschluss an die Veranstaltung tritt eine Frau an den Signiertisch und sagt lapidar: „Wir haben übrigens denselben Vater.“ Eine Begegnung, die das Leben der Autorin auf den Kopf stellt und ihr Bild von Familie und Zugehörigkeit noch dazu. Jeder, so sagt Julia Schoch es in einem Interview, habe eine Erzählung von sich selbst, in der alles und jeder seinen festen Platz habe.

Eine Kleinstadt im Südosten der Republik Irland in den 80er Jahren. Man lebt dort ein einfaches, vom Katholizismus geprägtes Leben. Es gibt Gerüchte über 'gefallene Mädchen', die in der Wäscherei des Nonnenklosters am Ort Zwangsarbeit verrichten müssen,  aber die Bevölkerung will davon nichts weiter wissen. Nur ein Kohlenhändler erträgt es nicht, die Augen vor dem Verbrechen zu verschließen....

Die 18-Jährige Daunis Fontaine ist zwischen zwei Welten aufgewachsen, denn sie ist halb weiß, halb Native American. In beiden Communities gehört sie nicht wirklich dazu.

Auf einer Sandbank in der Nordsee wird ein Toter gefunden. Es handelt sich um Klaus Smyrna, der an diesem Tag unterwegs war, um zusammen mit einem Freund das Watt vom Festland bis zur Insel Borkum zu durchqueren. Ein riskantes Unternehmen, für das es ideale Wetter- und Strömungsbedingungen braucht. Doch die beiden sind erfahrene Wattwanderer, gemeinsam mit einem weiteren Freund bilden sie ein populäres Trio, das seit Jahren in Dia-Vorträgen und Büchern über ihre Extrem-Touren berichtet. Nur die Route nach Borkum fehlte ihnen noch in der Sammlung spektakulärer Ziele.

Egal, ob Ihnen der oesterreichische Schriftsteller Wolf Haas noch vollkommen unbekannt ist, oder Sie seine zuletzt erschienenen Bücher 'Junger Mann' oder 'Das Wetter vor fünfzehn Jahren' gemocht haben, oder ob Sie zur großen Fan-Gemeinde seiner Brenner-Krimis gehören -  der neue Roman 'Müll' wird Sie alle begeistern!  

Die auch international erfolgreiche deutsche Fotografin Bettina Flitner hat ein sehr persönliches Buch geschrieben, in dem sie sich mit dem Suizid ihrer älteren Schwester Susanne auseinandersetzt. Und bereits mit den ersten Sätzen ist man gebannt und hineingezogen in dieses so besondere Beziehungsgefüge.

Erinnerungen sind flüchtig und nicht immer verlässlich. Aber egal, ob Abbas Khider das, was er in seinem neuen Roman „Der Erinnerungsfälscher“ tatsächlich so erlebt hat oder nicht - er erzählt auf jeden Fall die Wahrheit.

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