Kristin Höller: Schöner als überall

Drei junge Menschen kehren in die Kleinstadt zurück, die sie nach ihrem Schulabschluss eigentlich hinter sich lassen wollten.
Wenn Martin auffällt, dann als ständiger Begleiter seines besten Freundes Noah. Was er nach dem Abitur mit seiner Zukunft anfangen will, weiß er noch nicht so richtig. Als Noah dann aber mit Hilfe seiner einflussreichen Eltern eine Filmrolle ergattert und nach München zieht, folgt Martin ihm, da ihm selbst keine bessere Option einfällt.
Doch die angestrebte Filmkarriere, die sich Noah erhofft, lässt leider auf sich warten und so sucht er sich verzweifelt ein neues Abenteuer und flüchtet mit seinem besten Freund im Roadtrip-Stil zurück in die kleine Heimatstadt. Hier sieht sich Martin mit all den Dingen konfrontiert, die er erfolglos zu verdrängen
versucht: seine eigene Verwundbarkeit, seine Vorstellungen für die Zukunft und seine Beziehung zu Noah, den er unterstützen möchte, obwohl er ihm immer fremder wird.
Und dann ist da noch Mugo, seine erste große Liebe. Auch sie ist zurück und arbeitet an der Tankstelle am Ortseingang trotz ihrer Abscheu für ihre Heimat und all den heuchlerischen Menschen in ihren verglasten Häuserfassaden.

Kristin Höller erzählt in ihrem Debütroman auf einfühlsame Art eine Geschichte über die zahlreichen Facetten des Erwachsenwerdens: über große Pläne und gescheiterte Träume, das Ende einer Freundschaft und den abgebrochenen Speer einer Athene-Statue.

Buchtipp von Natalie Schukraft

Höller, Kristin
Suhrkamp
ISBN/EAN: 9783518469958
18,00 € (inkl. MwSt.)